GNU FOR ZOO

Michael Mastrototaro setzt in diesem Experimentalfilm die zeitliche Struktur des Films, in dem das flackernde Bild Kader für Kader abrollt, um eine Illusion der visuellen Kohärenz zu erzeugen, mit dem Übergang von realem in abstraktes gleich. So beschäftigt er sich zunehmend mit der Transformation realer Bildhaftigkeit. Und legt somit eine neue Betrachtungsweise auf gewohntes Seeverhalten. Zugrunde liegt eine etwa 20sekündige 16mm Filmsequenz die durch Manipulation der Zeitachse Bilder und Töne dieses „found footage“ Zeichentrickfilmes (Gefunden in einem Abfalleimer in Los Angeles, USA) freisetzt, die dem Betrachter in herkömmlicher Bildabfolge verborgen bleiben. Die dadurch entstehende Veränderung der ursprünglichen Zeichentrickfigur erzeugt eine Metaebene des Filmes und stellt somit eine Erweiterung des filmischen Raumes dar.